Inhalt dieses Guides
DaVinci Resolve zeigt Media Offline? Prüfe Laufwerksbuchstaben, Pfade, Dateinamen und Proxys vor einem Reimport.
Video-Workflow-Checkliste
Arbeite vom Originalclip über die Timeline bis zum fertigen Export und ändere nur eine Ursache pro Test.
Wo tritt dein Video-Problem auf?
Konstanter Offset und wachsende Drift erfordern unterschiedliche Reparaturen.
Prüfe Farbraum und Tonemapping vor kosmetischen Filtern.
Codec, Container und Editor-Kompatibilität separat verifizieren.
Kurz erklärt: „Media Offline“ bedeutet zunächst, dass Resolve benötigte Medien unter dem erwarteten Pfad nicht erreichen oder lesen kann. Häufig sind eine verschobene Datei, eine getrennte externe SSD oder geänderte Ordner die Ursache. Lösche die Clips deshalb nicht vorschnell aus der Timeline, sondern prüfe zuerst den Originalpfad.
Fehlerquelle systematisch bestimmen
Kontrolliere zunächst im Dateimanager, ob die betroffene Quelldatei noch existiert und sich unabhängig vom Editor abspielen lässt. Ist sie verschwunden, hilft kein Relink auf einen leeren Ordner. Ist sie vorhanden, prüfe, ob Laufwerksbuchstaben, Mount-Points, Benutzerrechte oder Netzfreigaben geändert wurden. Nach einem Umzug von Windows auf Linux unterscheiden sich außerdem Verzeichnissyntax und Groß-/Kleinschreibung.
Prüfe anschließend, welche Dateien offline sind: nur ein verschobener Ordner, alle Medien auf derselben SSD oder nur Proxys? Davon hängt der nächste Schritt ab. Die automatische Zuordnung wird zuverlässiger, wenn Dateinamen, relative Ordnerstruktur und Clip-Metadaten beibehalten wurden.
Medien sauber neu verknüpfen
- Projektbestand sichern und die ursprüngliche Timeline unverändert lassen.
- Originalmedien am geplanten endgültigen Speicherort wieder bereitstellen.
- Im Media Pool betroffene Clips beziehungsweise den Ordner auswählen.
- Die von deiner Resolve-Version angebotene Relink-Media-Funktion auf den richtigen Ordner zeigen lassen.
- Zwei unterschiedliche Dateien und mehrere Timeline-Stellen verifizieren, nicht nur die erste Vorschau.
- Bei verknüpften Proxydateien den Proxy-Pfad gesondert kontrollieren.
Nicht jeder Importfehler ist ein Pfadfehler. Wenn Resolve den Container erkennt, aber den Codec nicht lesen kann, können Eigenschaften von Betriebssystem, Version oder Free/Studio entscheidend sein. Der Guide OBS-Aufnahmen importieren erklärt diese Abgrenzung.
Was du nicht tun solltest
Ein erneuter Import mit neuen Clip-IDs kann bestehenden Schnittmarken, Effekten oder Audiozuweisungen die erwartete Quelle entziehen. Wenn das Projekt geöffnet wird, aber Medien offline sind, arbeite deshalb zuerst mit dem ursprünglichen Media Pool. Auch das Umbenennen aller Originaldateien ohne Mapping verschlechtert die Chancen für Relink.
Bei Netzlaufwerken prüfe zusätzlich Freigabe, Berechtigungen und Verbindungsqualität. Lokale Sicherheitssoftware und Cloud-Sync-Dienste können Dateien zeitweise sperren. Solche Hypothesen solltest du gezielt mit einer Kopie eines Clips testen, nicht durch globale Deaktivierung von Schutzfunktionen.
Vorbeugung für zukünftige Projekte
Verwende pro Projekt stabile Medienordner und definiere, welche Dateien tatsächlich archiviert werden. Proxys und Render Cache dürfen regenerierbar sein; Originalmedien und Projekt sollten getrennte Sicherungen erhalten. Für einen Rechnerwechsel ist ein dokumentiertes Projekt-Backup wesentlich zuverlässiger als „alle Ordner einfach auf eine andere SSD ziehen“.