Inhalt dieses Guides
V Rising Server administrieren: adminlist.txt, adminauth, RCON aktivieren, TCP-Port und Passwort absichern sowie unnötige Internetfreigabe vermeiden.
Server-Arbeitsmodus
Arbeite den Guide kontrolliert ab und ändere immer nur eine Variable. Dein Fortschritt bleibt nur in diesem Browser gespeichert.
Wo hängt dein Server gerade?
Netzwerkdiagnose bringt nichts, solange der Server lokal nicht sauber startet oder lauscht.
Wenn localhost/LAN funktioniert, liegt der nächste Prüfbereich bei Host-Firewall, Router, öffentlicher Adresse und NAT.
Bei Lag, Abstürzen oder Update-Problemen sind Logs, Ressourcen, Mods und ein sauberer Rollbackpfad wichtiger als weitere Portregeln.
V Rising bietet zwei getrennte Administrationswege: Ingame-Adminrechte über adminlist.txt und optional RCON für Remote-Kommandos. Beide sollten bewusst abgesichert werden, weil sie deutlich mehr Rechte besitzen als ein normales Serverpasswort.
adminlist.txt
Trage die Steam-ID berechtigter Administratoren zeilenweise in adminlist.txt unter dem persistenten Settings-Pfad ein. Die aktuelle Stunlock-Dokumentation beschreibt, dass Änderungen ohne Neustart erkannt werden können.
Adminauth im Spiel
Aktiviere die Konsole im Client, öffne sie und nutze adminauth. Danach stehen administrative Befehle wie Kick und Ban zur Verfügung. Veröffentliche Adminrechte nicht über gemeinsame Accounts.
RCON aktivieren
RCON wird über den Hostsetting-Bereich aktiviert und benötigt ein Passwort. Der offizielle Standardbeispielport ist 25575/TCP, er kann aber geändert werden.
RCON nicht unnötig ins Internet stellen
Wenn dein Verwaltungssystem im selben privaten Netz oder über VPN erreichbar ist, binde RCON an eine interne Adresse. Die 1.1.x-Dokumentation unterstützt dafür einen separaten BindAddress-Wert.
Starkes eigenes Passwort
Verwende kein Join-Passwort wieder. RCON ist ein administrativer Zugang und verdient einen langen, eindeutigen Schlüssel. Speichere ihn nicht in öffentlich zugänglichen Skripten oder Repositories.
Firewall nach Funktion trennen
Game-/QueryPort sind UDP, RCON ist TCP. Erstelle getrennte Regeln und dokumentiere, welche Quelle RCON überhaupt erreichen darf. Eine „Any-to-Any“-Freigabe ist für Administration unnötig riskant.
Logs und Restart-Kommandos nutzen
RCON kann unter anderem Nachrichten, Neustarts und Shutdowns steuern. Das eignet sich für kontrollierte Wartungsfenster, wenn du den Kanal sicher betreibst.
VPN oder IP-Allowlist bevorzugen
Für Remote-Administration ist ein VPN oder eine Firewall-Allowlist deutlich besser als ein weltweit offener RCON-Port. Damit reduziert sich die Angriffsfläche unabhängig von der Stärke des Passworts.
Adminrechte personengebunden halten
Nutze individuelle Steam-IDs in adminlist.txt statt gemeinsam geteilter Adminaccounts. Entferne ehemalige Teammitglieder zeitnah und kontrolliere die Liste regelmäßig.
Administrative Aktionen protokollieren
Bei größeren Community-Servern sollte nachvollziehbar sein, wer Restarts, Bans oder Passwortänderungen durchgeführt hat. RCON-Client, Wrapper oder eigenes Operations-Log können dafür einen einfachen Audit-Trail bilden.