Inhalt dieses Guides
DaVinci Resolve Timeline-Framerate falsch: Projekt vor dem Schnitt planen, Kopie sichern und Quell-FPS prüfen.
Video-Workflow-Checkliste
Arbeite vom Originalclip über die Timeline bis zum fertigen Export und ändere nur eine Ursache pro Test.
Wo tritt dein Video-Problem auf?
Konstanter Offset und wachsende Drift erfordern unterschiedliche Reparaturen.
Prüfe Farbraum und Tonemapping vor kosmetischen Filtern.
Codec, Container und Editor-Kompatibilität separat verifizieren.
Kurz erklärt: Projekt-, Timeline- und Export-Framerate sind unterschiedliche Einstellungen. Wer aus 30 FPS nachträglich 60 FPS exportiert, gewinnt keine echten zusätzlichen Einzelbilder. Eine bereits bearbeitete Timeline lässt sich je nach Version und Konfiguration nicht beliebig umstellen.
Das technische Fehlerbild oder die Entscheidung
Quelle: Tatsächlich aufgezeichnete Einzelbilder einschließlich möglicher variabler Framerate. Timeline: Zeitraster für Schnitt, Effekte und Synchronisierung. Export: Eigenschaft der gespeicherten Datei. Diese Werte müssen bewusst zusammenpassen, nicht zwangsläufig immer identisch sein.
Eine Änderung nach umfangreichem Schnitt kann Keyframes, Übergänge oder Sync beeinflussen. Sichert man nur die finale Exportdatei, fehlt später möglicherweise eine brauchbare Projektkopie. Besonders bei Smartphone-VFR-Material ist eine saubere Vorprüfung wichtiger als pauschales FPS-Umschalten.
Konkreter Prüf- und Arbeitsablauf
- Projektbibliothek und aktuelle Timeline sichern.
- Framerates aller wichtigen Quellclips dokumentieren.
- Gewünschte Endausgabe vor weiterer Bearbeitung festlegen.
- Prüfen, welche Framerate-Optionen in der installierten Resolve-Version noch veränderbar sind.
- Gegebenenfalls neue Timeline oder neues Projekt anlegen und Schnittübernahme an einer Kopie testen.
- Kurzen Bereich mit Bewegung, Ton und Keyframes exportieren und kontrollieren.
Grenzen, Gegenchecks und häufige Fehler
Ein 60-FPS-Quellclip auf einer 30-FPS-Timeline kann Einzelbilder verlieren, während eine 30-FPS-Quelle auf 60-FPS-Timeline Duplikate oder berechnete Zwischenbilder benötigt. Die tatsächliche Umsetzung hängt von den Retiming-Einstellungen ab. Die Änderung eines Projektfelds ist daher kein Ersatz für einen Bildvergleich.
Wenn Sprache über eine längere Sequenz immer stärker driftet, kann eine variable Quellframerate oder unregelmäßiges Timestamping vorliegen. Ein anderer Exportwert allein repariert diesen Befund nicht. Die aktuelle Blackmagic-Dokumentation muss für konkrete Menünamen und Editionsunterschiede herangezogen werden.
Passender nächster Schritt
Shorts 30 oder 60 FPS, CFR vs. VFR und Audio-Versatz in Resolve.
Keyframes nach einer Aenderung nachtesten
Besonders problematisch sind Schnitte mit Geschwindigkeitsrampen, animierten Titeln oder exakten Audiomarkern. Nach dem Uebertragen in eine neue Timeline nicht nur die erste Szene anschauen, sondern drei Referenzstellen mit Bewegungen, Sprache und Titeln pruefen. Erst nach einer funktionierenden Testausgabe solltest du die alte Arbeitsversion archivieren. Die urspruengliche 30-FPS-Quelle wird durch das Projekt-Update niemals rueckwirkend mit echten 60-FPS-Frames aufgezeichnet.