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Minecraft server.properties erklärt: Die wichtigsten Einstellungen ohne Blindflug

server.properties steuert Port, Spielerzahl, Sichtweite, Simulation und viele Serverregeln. Hier sind die wichtigsten Optionen und ihre Auswirkungen verständlich zusammengefasst.

Inhalt dieses Guides
Kurz erklärt

server.properties steuert Port, Spielerzahl, Sichtweite, Simulation und viele Serverregeln. Hier sind die wichtigsten Optionen und ihre Auswirkungen verständlich zusammengefasst.

Interaktiv

Server-Arbeitsmodus

Arbeite den Guide kontrolliert ab und ändere immer nur eine Variable. Dein Fortschritt bleibt nur in diesem Browser gespeichert.

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Die Datei server.properties ist die zentrale Basiskonfiguration eines Minecraft-Java-Servers. Viele Werte sind selbsterklärend, andere haben direkte Auswirkungen auf Netzwerk, Serverlast oder Sicherheit. Ändere nicht wahllos zehn Optionen gleichzeitig: dokumentiere den Ausgangszustand und passe gezielt an.

server-port

Der Standardwert ist 25565. Ändert sich der Port, muss er auch bei Firewall, Routerweiterleitung und gegebenenfalls in der Clientadresse berücksichtigt werden.

server-ip

Diese Einstellung legt die lokale Adresse fest, an die sich der Server bindet. In typischen Heimserver- und VPS-Setups sollte das Feld leer bleiben, damit der Prozess auf den geeigneten lokalen Interfaces lauschen kann. Eine falsche feste Adresse kann dazu führen, dass der Server nach einem Netzwerkwechsel nicht mehr startet oder nur lokal erreichbar ist.

max-players

Der Wert begrenzt, wie viele Spieler gleichzeitig verbinden können. Er ist kein Ressourcenmanager: Eine hohe Zahl reserviert nicht automatisch RAM, und eine niedrige Zahl verhindert nicht jede hohe Last. Die reale Belastung hängt vom Verhalten der Spieler, geladenen Chunks, Redstone, Entities und Erweiterungen ab.

view-distance

Die Sichtweite bestimmt serverseitig, wie weit Chunks an Spieler gesendet werden. Höhere Werte erhöhen Arbeit für Weltladen, Netzwerk und häufig auch CPU und Speicher. Bei Performanceproblemen ist sie eine der ersten sinnvollen Stellschrauben.

simulation-distance

Die Simulationsdistanz bestimmt, in welchem Radius rund um Spieler die Welt aktiv simuliert wird. Dazu gehören viele Entity- und Tick-Aktivitäten. Eine hohe Sichtweite muss nicht automatisch mit gleich hoher Simulationsdistanz kombiniert werden.

Beide Werte behandeln wir ausführlicher unter View Distance und Simulation Distance optimieren.

online-mode

Für einen normalen öffentlichen oder privaten Server sollte die Authentifizierung nicht leichtfertig deaktiviert werden. Ein Betrieb ohne reguläre Identitätsprüfung verändert das Sicherheitsmodell und kann Namen/Identitäten nicht mehr in derselben Weise absichern.

white-list

Eine Whitelist begrenzt den Zugang auf explizit zugelassene Spieler. Für private Freundes- oder Familienserver ist das eine sinnvolle zusätzliche Zugriffskontrolle. Sie ersetzt jedoch keine Firewall und keinen sicheren Adminzugang zum Betriebssystem.

motd

Die MOTD ist die Beschreibung, die Spieler in der Serverliste sehen. Sie ist rein redaktionell und keine Sicherheitsfunktion.

level-name

Der Wert verweist auf den Weltordner. Wenn du Welten umbenennst oder aus Backups zurückspielst, muss dieser Name zur Verzeichnisstruktur passen.

resource-pack und resource-pack-sha1

Server können ein Ressourcenpaket anbieten. Die PaperMC-Dokumentation empfiehlt, einen Hash zu setzen, damit der Client die heruntergeladene Datei verifizieren kann. Wenn du externe Downloads verwendest, achte außerdem auf HTTPS und eine Quelle, die du kontrollierst.

Konfiguration sicher ändern

  1. Server sauber stoppen.
  2. Backup der Konfiguration und bei größeren Änderungen der Welt anlegen.
  3. Nur die gewünschten Werte ändern.
  4. Dateiformat nicht durch ungeeignete Editoren beschädigen.
  5. Server starten und Logs prüfen.
  6. Änderung unter realer Last beobachten.

Was du nicht über server.properties lösen kannst

CGNAT, falsche Routerweiterleitung, defekte Java-Installation, zu langsame CPU oder beschädigte Mods werden nicht durch eine Properties-Zeile repariert. Trenne Spielkonfiguration von Betriebssystem- und Netzwerkproblemen.

Änderungen dokumentieren statt „Tuning-Packs“ kopieren

Im Netz kursieren fertige Properties-Dateien mit dutzenden Änderungen. Das Problem daran: Du weißt später nicht mehr, welcher Wert welchen Effekt hatte. Für einen wartbaren Server ist es besser, Ausgangswerte zu sichern und jede bewusste Abweichung kurz zu dokumentieren. Das hilft besonders nach Updates, wenn Defaults oder zulässige Werte geändert wurden.

Konfiguration gehört ins Backup

Eine funktionierende Konfiguration ist Teil des Serverzustands. Sichere server.properties deshalb zusammen mit Welt und weiteren Betriebsdateien. Bei einem Neuaufbau kannst du dadurch schneller nachvollziehen, welche Ports, Distanzen und Zugriffsregeln vorher aktiv waren.

Quelle

Nächster Schritt

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