Inhalt dieses Guides
Minecraft Bedrock Dedicated Server aufsetzen: Systemanforderungen, Download, server.properties, Firewall, Ports und Backup-Basis für Crossplay-Setups.
Server-Arbeitsmodus
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Wo hängt dein Server gerade?
Netzwerkdiagnose bringt nichts, solange der Server lokal nicht sauber startet oder lauscht.
Wenn localhost/LAN funktioniert, liegt der nächste Prüfbereich bei Host-Firewall, Router, öffentlicher Adresse und NAT.
Bei Lag, Abstürzen oder Update-Problemen sind Logs, Ressourcen, Mods und ein sauberer Rollbackpfad wichtiger als weitere Portregeln.
Der offizielle Bedrock Dedicated Server (BDS) ist die Serversoftware für Minecraft: Bedrock Edition. Er unterscheidet sich technisch vom Java-Server und wird als eigenes Paket für Windows beziehungsweise Linux bereitgestellt.
Aktuelle offizielle Anforderungen
Die Minecraft-Downloadseite nennt im September 2026 als Mindestbasis einen Intel Core i3-3210 beziehungsweise AMD A8-7600 oder vergleichbar, 4 GB RAM und 180 MB bis 1 GB freien Speicher. Für Linux wird Ubuntu 22.04 LTS oder neuer genannt; für Windows Windows 10 ab Version 10.0.15063 beziehungsweise Windows Server 2016 oder neuer. Diese Angaben können sich ändern, daher sollte die Downloadseite vor einer Neuinstallation erneut geprüft werden.
1. Serverpaket laden und getrennt entpacken
Lade das BDS-Paket direkt von Minecraft herunter und entpacke es in einen eigenen Serverordner. Vermische es nicht mit einer bestehenden Java-Installation.
2. Server lokal starten
Starte zunächst die für dein Betriebssystem vorgesehene Serverdatei und prüfe, ob die Welt erzeugt wird. Bevor du Router und externe Ports bearbeitest, sollte die lokale Instanz stabil laufen.
3. server.properties konfigurieren
Auch Bedrock verwendet eine server.properties, die jedoch nicht identisch mit jeder Java-Einstellung ist. Ändere nur dokumentierte Werte und behalte vor größeren Anpassungen eine Kopie der Ausgangsdatei.
4. Firewall und Ports
Bedrock verwendet andere Standardports als Java. Übernimm die Werte aus der aktuellen Konfiguration beziehungsweise offiziellen Dokumentation in deine Host-Firewall und gegebenenfalls Routerweiterleitung. Öffne nicht unnötig breite Bereiche.
5. Von intern nach extern testen
- Serverprozess und Konsole prüfen.
- Verbindung im selben LAN testen.
- Host-Firewall prüfen.
- Erst dann externe Erreichbarkeit konfigurieren.
- Bei Problemen öffentliche IP und CGNAT prüfen.
6. Backupstrategie einrichten
Auch beim Bedrock-Server sollte die Welt nicht nur auf dem aktiven Datenträger existieren. Sichere Welt und Konfiguration regelmäßig und teste die Wiederherstellung auf einer getrennten Instanz.
Windows oder Linux?
Für einen vorhandenen Windows-Rechner kann die Windows-Version der schnellere Einstieg sein. Ein dauerhaft betriebener Server lässt sich auf Linux dagegen häufig schlank und ohne grafische Oberfläche betreiben. Entscheidend ist weniger das Betriebssystemlabel als deine Fähigkeit, Updates, Firewall, Benutzerrechte und Backups auf der gewählten Plattform sicher zu administrieren.
Server nicht mit Adminrechten betreiben
Nutze nach Möglichkeit ein separates Benutzerkonto mit nur den benötigten Rechten. Ein Gameserver muss nicht als Windows-Administrator oder Linux-root laufen. Diese Trennung begrenzt Schäden, falls eine Anwendung oder Erweiterung eine Sicherheitslücke besitzt.
Öffentliche Erreichbarkeit bewusst freigeben
Ein Server für das Heimnetz benötigt keine Router-Portfreigabe. Öffne externe Zugriffe erst dann, wenn sie tatsächlich gebraucht werden. Bei einem privaten Freundeskreis ist zusätzlich eine Allowlist sinnvoll. Netzwerkfreigabe und Spielzugriff sind zwei getrennte Schutzschichten.
Bedrock oder Java?
Wenn du unsicher bist, ob BDS überhaupt die richtige Plattform ist, lies zuerst Java vs. Bedrock Server. Der größte Vorteil von Bedrock liegt typischerweise im plattformübergreifenden Spielerpool, während Java ein anderes Mod- und Custom-Server-Ökosystem bietet.